Eine Reise entlang der spanischen Küste!

Teil 6 - Anreise nach Torrox-Costa

05.01.2026
Anreise nach Cartagena


Gestern ging es also, nach 6,5 sehr schönen Wochen in Torrevieja, weiter zur nächsten Unterkunft, nach Torrox-Costa, in Andalusien.
Aber natürlich nicht auf direktem Weg, sondern zuerst einmal über Cartagena.
Hier bleiben wir 4 Nächte.

Eigentlich war geplant, heute Abend die Ankunft, und die anschließende Parade der Heiligen Drei Könige anzusehen.
Diese wurde aber aufgrund von erwartetem Regen auf Samstag, den 3. Januar vorverlegt.
Da waren wir aber ja noch in Torrevieja ... 😕

Das Tiefdruckgebiet "Francis" bestimmt aktuell das Wetter in ganz Spanien.
Und so hat es heute, bei 13 Grad, ziemlich viel geregnet.
Morgen soll es aber weitestgehend wieder vorbei sein, und Mittwoch soll dann wieder die Sonne scheinen.

Aufgrund des Wetters haben wir uns noch nicht allzuviel angesehen.
Es gibt hier, wie überall in Spanien, die Ausstellung der Weihnachtsgeschichte, so wie eine tolle Weihnachtsbeleuchtung.

Den Rest werden wir uns ansehen wenn der Regen aufgehört hat. 😁

07.01.2026
Die Lagune "Mar Menor"


Wie vorhergesagt scheint heute endlich wieder die Sonne.
Und mit einer Höchsttemperatur von 15 Grad wird es auch langsam wieder angenehmer.
Allerdings war es heute noch recht windig ...

Heute sind wir zu Europas größter Salzwasserlagune "Mar Menor" gefahren.
Die Lagune liegt etwa 30 Autominuten von Cartagena entfernt.

Die Lagune ist durch eine 22 km lange Sandbank vom Mittelmeer abgetrennt.
Die einstige Sandbank wurde in den 1960er- und 70er-Jahren mit Hochhäusern, Hotels und Ferienanlagen bebaut.
Das ist bis heute nicht unumstritten, da das Ökosystem darunter natürlich leidet!

Am südlichen Punkt der Lagune befindet sich der alte Leuchtturm "Cabo de Palos".
Der Leuchtturm wurde Januar 1865 in Betrieb genommen, und hat eine Leuchtweite von 40 km.

08.01.2026
Weiter geht's nach Almeria


Vielleicht habt ihr Euch ja gewundert, dass es bisher kaum Bilder von Cartagena gab.
Das lag zum einen am sehr "bescheidenen" Wetter, zum anderen aber auch daran, dass es hier nicht viel sehenswertes gibt!

Es gibt ein Römisches Theater.
Das wollten wir uns ansehen, standen jedoch vor Bauzäunen und hohen Gittern.

Das Gleiche galt für die Überreste der alten Kathedrale.

In Cartagena ist zwar Spaniens größte Marinebasis am Mittelmeer, aber auch nichts zu fotografieren. 🤔

Der Hafenbereich von Cartagena ist ganz nett, und auch die Einkaufsstraße ist eine Mischung aus Moderne und Anitke.
Von vielen Häusern stehen allerdings nur noch die Fassaden.
Man kommt sich ein bisschen vor wir in einer Filmkulisse in Hollywood. 😀
 
Das Beste an Cartagena steht ein paar Kilometer vor Cartagena am Rande der Autobahn:
Es ist die Likörfabrik ... 🤣
Hier wird der überall bekannte und leckere 43er Likör hergestellt

08.01.2026
Bateria de Castillitos und die Wüste von Tabernas


Auf dem Weg nach Almeria haben wir einen Abstecher zu einem ehemaligen Artilleriestützpunkt, der "Bateria de Castillitos" gemacht.
Der Weg dorthin war schon sehr abenteuerlich, da es quer durch die Berge ging.
Teilweise war die Straße sehr eng und kurvig ... 🤪

Aber es hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt.
Zum einen war die Aussicht unterwegs schon traumhaft, zum anderen war die Anlage des ehemaligen Atilleriestützpunkts spektakulär.

Es ist eine ziemlich große Anlage, die man bei freiem Eintritt nahezu uneingeschränkt selbst erkunden kann.
Klettern auf die Burgmauern, Wachtürme besteigen, Bunker betreten ... alles ist möglich.
Sogar unterirdische Tunnel sind teilweise begehbar, allerdings sollte man dabei sehr vorsichtig sein.

Dort sind gigantische Geschütze zu bestaunen.
Es handelt sich um Britische Vickers-Armstrongs Kanonen Kaliber 381mm.
Die knapp einen Kilogramm schweren Projektile konnten auf Ziele in bis zu 35 Kilometern Entfernung abgefeuert werden.

Das war schon imposant .... 😱

Kurz vor Almeria sind wir dann noch in Europas einzige Wüste, der "Desierto de Tabernas" gefahren.

Seit den 1950er Jahren wird die (Halb-)Wüste von Tabernas für Dreharbeiten genutzt.
Auch wenn es die Meisten überraschen wird, wurden viele bekannte Filme und Western wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Für eine Handvoll Dollar“ oder „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ hier gedreht.

Einige der Drehorte sind noch für touristische Zwecke erhalten, und kann man gegen Eintritt besuchen.
Ein Drehort wird heute noch aktiv für Filmarbeiten genutzt.

Anschließend ging es ins Hotel nach Almeria.
Davon in Kürze mehr ... 

09.01.2026
Almeria und die maurische Festung "Alcazaba"


Heute haben wir damit begonnen Almeria zu erkunden.
Zuerst ging es mal wieder den Berg rauf, zur maurischen Festung "Alcazaba". 😒
Ich habe mir geschworen, nach der Alhambra in Granada war es das für mich mit Burgen, Schlössern oder was auch immer auf Bergen! 🤪🤣

Aber zumindest hat es sich gelohnt, was ja nicht immer der Fall war.
Auf dem Weg dorthin sind wir aber zuerst einmal an der Kathedrale von Almeria vorbei gekommen.
Die Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert, im Renaissance-Stil erbaut.

Aber weiter zur Alcazaba ...

Die Festung Alcazaba stammt aus dem zehnten Jahrhundert.
Sie steht auf einem Berg über Almeria und wurde in der Herrscherzeit des Kalifen Abd ar-Rahman III. errichtet.
Sie diente bis ins 15. Jahrhundert als Residenz der muslimischen Stadtherren.
Große Teile der Anlage wurden durch ein Erdbeben im Jahr 1522 zerstört.

Einige Komplexe wurden danach neu errichtet.
Durch den Neubau verlor die Alcazaba auch ihre maurischen Wurzeln, stattdessen flossen zahlreiche christliche Elemente mit ein.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Auf dem Rückweg durch die Innenstadt sind wir noch kurz in die Markthalle gegangen.
Die Markthalle ist modern und wie gewohnt voller Leckerein ...  😍

Den Rest vom Nachmittag haben wir am Strand verbracht.
Morgen geht's auf den Markt (Hatten wir ja lange nicht mehr 🙄) ...

10.01.2026
Markttag in Almeria


Heute war Markttag in Almeria.
Es gibt verschiedene Märkte in Almeria, teilweise mit Schwerpunkten wie Trödel- und Gebrauchtes, oder reine Lebensmittelmärkte.
Samstags ist der größte Markt, auf dem es alles gibt.
Jetzt im Winter ist der Markt nicht ganz so voll mit Ständen wie im Sommer, dann sind es über 200.
Trotzdem war er mit geschätzt über 100 Ständen sehr groß.

Aber so wirklich etwas anderes als auf den anderen gefühlten 50 Märkten die wir auf unserer Reise besucht haben, gab es dort auch nicht zu kaufen. 😊
Trotzdem hat Marion eine Hose gefunden und gekauft! 

Was immer wieder erstaunlich ist, ist wie verrückt die Spanier nach Churros sind.
In Spanien gibt es in jeder Stadt unzählige Verkaufsstände oder Läden, in denen man Churros kaufen kann.
So wie bei uns in Deutschland Imbissbuden in den Städten oder Trödelmärkten, stehen hier Churros Stände.
Und die Leute stehen geduldig in der Schlange um an ihre geliebten Churros zu kommen.

Das konnten wir auf unserer gesamten Reise beobachten.
Egal in welcher Stadt!

Nach dem Marktbesuch haben wir den Rest des Tages noch einmal am Strand verbracht.
Morgen geht es in die Berge nach Granada.
Dann sehen wir erst einmal für 4 Tage kein Meer mehr.
Aber mit ziemlicher Sicherheit Schnee ...😨

Hoffentlich nur aus der Ferne! 🤪

12.01.2026
Granada


Die Fahrt nach Granada führte uns gestern noch einmal durch die Wüste Tabernas, und anschließend durch die Sierra Nevada.
Die Schneefallgrenze und die schneebedeckten Berge kamen bedrohlich nahe. 😨
Doch bevor wir zu nahe an das kalte Weiß kamen, ging es wieder ein Stück talwärts nach Granada.

Im Hotel angekommen haben wir noch ein bisschen die nähere Umgebung erkundet.

Granada ist eine spanische Stadt in Andalusien und zugleich Hauptstadt der Provinz Granada.
Hier leben rund 250.000 Menschen und damit ist sie, nach Sevilla, Málaga und Córdoba die viertgrößte Stadt von Andalusien.
Sie liegt am Fuße der Sierra Nevada auf 738 Meter Höhe.
Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist die "Alhambra", die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Dazu gibt es aber später mehr, da wir den Besuch der Anlage erst für morgen eingeplant haben.

Heute haben wir mit einer Art "HopOn HopOff" Buss eine Stadtrundfahrt gemacht.
Viel zu sehen gab es allerdings nicht, da ein Großteil der 80-minütigen Fahrt durch enge Gassen ging, in denen die Sicht extrem eingeschränkt war. 🙈
Das macht zu Fuß mehr Sinn und natürlich einen ganz anderen Eindruck!

Außerdem geht es weite Teile über Kopfsteinpflaster, so dass wir am Ende erst einmal unsere Bandscheiben wieder in die richtige Reihenfolge sortieren mussten. 🤪🤣

Die Wiedergutmachung erfolgte sofort, indem wir uns einen sonnigen Platz in einer der unzähligen Bars gesucht haben, wo wir uns mit einem leckeren Glas Wein belohnt haben. Oder waren es zwei? 😎😇

Eine schöne "Tradition" ist es in der Region Andalusien, dass man zu JEDEM Getränk eine kostenlose Tapa dazu bekommt.
Da ist am Ende die Frage, ob man eher betrunken oder satt ist! 😂😂

Nach einem abschließenden Spaziergang zum Hotel, haben wir den schönen Tag ausklingen lassen.
Morgen wird es anstrengend, dann erkunden wir die Alhambra ...

13.01.2026
Die Alhambra


Die Alhambra in Granada auf dem Sabikah-Hügel ist die berühmteste Sehenswürdigkeit in Andalusien.
Sie gehört seit 1984 zum UNESO-Weltkulturerbe und ist mit rund 2,6 Millionen Besuchern im Jahr das zweitmeistbesuchte Monument in Spanien, nach der Sagrada Família in Barcelona.

Es ist ein Gelände in Form einer Burg und ist umgeben von Mauern, wo sich eine Vielzahl an Gebäuden und Gärten aus verschieden Epochen der Geschichte befindet.
Die Alhambra wird oft als Palaststadt bezeichnet, weil die charakteristischen Gebäude in ihrem Inneren der Komplex der Paläste ist.
Die Burganlage ist etwa 740 m lang und bis zu 220 m breit.

Die wichtigsten Gebäude sind:

  • Die Alcazaba: Die authentische Burg der Alhambra
  • Die Nasridenpaläste: Ein Komplex aus Palästen, die der wichtigste Ort des Denkmals sind.
  • Der Palast von Karl V: Der Palast, dessen Bau der Herrscher, Enkel der Katholischen Könige anordnete.
  • Der Generalife: Der Ruheort der Sultane im Sommer, voller schöner Aussichten und Gärten.

Der Palast von Karl V. ist der am meisten besuchte. Hier ist mit Wartezeit zu rechnen.
Die Schlange war schon ziemlich lang als wir dort ankamen, da möchte ich nicht wissen wie viel hier im Sommer los ist. 😟
In den Sommermonaten muss man die Tickets auch schon teilweise Wochen im Voraus buchen.
Zum Glück hatten wir nichts mit Menschenmassen zu tun, da im Winter natürlich nicht so ein Andrang herrscht. 😊

Es war schon beeindruckend zu sehen, was die Menschen zur damaligen Zeit alles in Handarbeit geschaffen haben.
Ob es die vielen Arbeiten aus Keramik, die vielen Säulen oder die unzähligen Stuckarbeiten waren.
 
Wer alles über die Alhambra wissen möchte sieht sich am Besten einmal diese recht informative Webseite von "Andalusien 360" an.
Dort findet ihr viel mehr Informationen als wir Euch hier mitgeben könnten.

Morgen geht es für uns weiter nach Puntalon, in der Nähe von Motril.
Dort bleiben wir dann für 4 Nächte, bevor wir zu unserer vorerst letzten Unterkunft in Torrox-Costa fahren.

14.01.2026
Durch die Sierra Nevada

Die Route zu unserer nächsten Unterkunft in Puntalon, führt uns durch die Sierra Nevada.

Da ich bereits im letzten Jahr dort war, weiß ich dass es sich lohnt, die Autobahn zu verlassen, und durch die Gebirgswelt der Sierra Nevada in das Bergdorf Pampaneira zu fahren. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder traumhafte Ausblicke ins Tal, oder in die entfernt liegenden Berge.

Auf dem Weg nach Pampaneira kommen wir durch den Ort "Lanjaron".
Lanjarón vor allem berühmt für seine Heilquellen und sein Mineralwasser.
Noch bekannter ist die Gemeinde für ihr gleichnamiges Mineralwasser, das jedem Spanier ein Begriff und im Land die meistverkaufte Marke ist.

Pampaneira liegt am Südhang der Sierra Nevada, in rund 1060 Metern Höhe an der Schlucht des Rio Poqueira, einem Zufluss des Rio Guadalfeo.
Das Besondere an Pampaneira ist dabei, dass alle Häuser würfelförmig sind und sich so gleichmäßig und als Terrassen angelegt die Hänge hinaufziehen.
In den hübschen engen Gassen, die kreuz und quer miteinander verbunden sind, könnte man sich fast verlaufen, wenn die Gemeinde von der Größe her nicht so überschaubar wäre. 
Nicht nur in vergangenen Zeiten, auch heute noch ist Pampaneira ein Zentrum der Weberei.

Im Anschluss sind wir über die Panoramastraße nach Motril, vorbei an dem Stausee "Embalse de Rules" vorbeigefahren.
Der See wird seit 2004 durch eine Talsperre gestaut, und wird zur Trinkwassergewinnung, zur Bewässerung und auch zur Stromerzeugung genutzt.
Man fährt mehrere Kilometer an dem Stausee vorbei und findet zahlreiche Einbuchtungen entlang der Straße um traumhafte Fotos zu machen.

Nun sind wir in Puntalon angekommen.
Hier war ich, wie bereits erwähnt schon einmal im Januar 2025.
Wir bleiben vier Nächte hier, dann geht es knapp 60 km westlich nach Torrox-Costa, wo wir für die nächsten 8 Wochen eine Wohnung angemietet haben.

15.01.2026
Torrenueva

Genau genommen heißt es Torrenueva COSTA.
Denn es liegt an der Küste, und ist damit, der unserer Unterkunft am nehegelegenste Ort am Meer.
Mit dem Auto sind es gerade einmal 5 Minuten, und von unserer Unterkunft aus können wir es sogar sehen.

Torrenueva ist mit knapp 3.000 Einwohnern nicht besonders groß, und es gibt außer dem Meer eigentlich kaum einen Grund hierher zu fahren. 😂
Namensgeber von Torrenueva ist ein ehemaliger Wachturm aus dem 18. Jahrhundert, der sich an der Küstenstraße N-340 befindet, welche durch den Ort verläuft und die Städte Malaga mit Almeria verbindet. Torrenueva heißt übersetzt "Neuer Turm". So neu sieht der aber gar nicht mehr aus ... 🤔 

Was wirklich schön ist, ist ein Panoramaweg mit einer Hangebrücke die tief blicken lässt.
Was das bedeutet seht ihr in den Bildern ...

17.01.2026
Motril

Gestern hat es ziemlich viel geregnet.
Darum haben wir nicht viel unternommen ...

Aber das schöne an Spanien ist, dass der Himmel heute wieder blau und wolkenlos war, so dass wir uns Motril ansehen konnten.

Motril ist nur 5 Minuten mit dem Auto von unserer Unterkunft entfernt.
Es ist die zweitgrößte Stadt in der Provinz Granada und liegt direkt an der der Costa Tropical.
Hier leben knapp 60.000 Menschen.

Motril hat eine nette Innenstadt, mit kleinen Geschäften und einer vorgelagteren großen Shoppingmeile.
Hier habe ich mir Sportschuhe gekauft, da ich vorhabe mich bei unserer nächsten Unterkunft in einem Fitnessstudio anzumelden, damit ich noch ins Auto passe, wenn wir wieder Richtung Heimat fahren. 🤣🤣

Außerdem gibt es in Motril eine schöne Kirche auf einem kleinen Hügel, von dem aus es in einen kleinen Park, mit einer Kakteenanlage geht.

Morgen geht es weiter zu unserer nächsten Unterkunft, nach Torrox-Costa.
Dort bleiben wir 8 Wochen, dann geht es weiter nach .... Na, die Überraschung heben wir uns noch etwas auf.
Es gibt auf jeden Fall eine Planänderung.
Dazu könnt ihr demnächst hier mehr lesen. 😎😍